Neuer Steuersatz auf Fotobücher

31.05.2016

Das Fotobuch ist beliebt, um schöne Erinnerungen zu verewigen. Von sofort an werden die Bücher teurer. Anstelle des ermäßigten Steuersatzes von sieben Prozent wird nun der allgemeine Steuersatz von 19 Prozent fällig.

Der Bundesfinanzhof hat die Einigung gemeinsam mit den obersten Finanzbehörden der Länder getroffen. Es treten folgende umsatzsteuerlichen Konsequenzen in Kraft: Die Lieferungen sowie der innergemeinschaftliche Erwerb von Fotobüchern unterliegen dem allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent. Der bisher geltende ermäßigte Steuersatz in Höhe von sieben Prozent ist damit nicht mehr anwendbar. Diese Regelung gilt auch für jene Gegenstände, die andere Abmessungen sowie nicht vollständige oder keine Vollfarbdruckherstellung aufweisen, wie es die Durchführungsverordnung der EU-Kommission vorschreibt.
Die Regelungen des Schreibens sind in allen offenen Fällen anzuwenden. Dennoch behält es der Bundesfinanzhof Anbietern vor, alle vor dem 1. Januar 2017 ausgelieferten Fotobücher noch dem ermäßigten Steuersatz zu unterwerfen.

Fotobücher gelten als personalisierte Ware

Für die Einführung der Verordnung definiert der Bundesfinanzhof folgende Merkmale, denen Fotobücher in der Regel unterliegen. Der Inhalt der Ware wird vom Leistungsempfänger individuell gestaltet, indem er auf ein vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes Computerprogramm oder eine Webanwendung zurückgreift. Bei den Inhalten handelt es sich um Fotos von privaten Ereignissen. Unternehmen nutzen Fotobücher zur Eigendarstellung, beispielsweise für Referenzobjekte oder anlässlich eines Jubiläums. Außerdem besteht die Möglichkeit, diese mit kurzen Texten über die abgebildeten Personen oder Aktivitäten zu ergänzen. Die Fotobücher sind zudem nicht zur allgemeinen Verbreitung bestimmt und sind deswegen auch nicht mit einer internationalen Standardbuchnummer (ISBN) versehen.