Wohnungseinrichtung bei doppelter Haushaltsführung

09.05.2017

Mit Urteil vom 14.03.2017 (13 K 1216/16 E) hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden, dass der unbegrenzte Abzug der Kosten für eine notwendige Wohnungseinrichtung im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung zulässig ist.

Nach der gesetzlichen Regelung können die tatsächlichen Aufwendungen für die Nutzung der Unterkunft als Unterkunftskosten für eine doppelte Haushaltsführung angesetzt werden; allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 Euro pro Monat.

Nach dem Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 14.03.2017 lasse sich dem Wortlaut des Gesetzes jedoch keine Begrenzung des Abzugs von Aufwendungen für Einrichtungsgegenstände und Hausrat entnehmen, sodass diese nicht dem Höchstbetrag unterliegen. Das verfolgte Ziel des Gesetzgebers sei es, nur die Kosten für die Unterkunft monatlich zu beschränken, nicht hingegen sonstige notwendige Aufwendungen.

Im Streitfall unterhielt der Kläger neben seinem eigenen Hausstand eine Wohnung am Ort seiner ersten Tätigkeitsstätte und forderte im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung den Abzug der Aufwendungen für die Wohnungseinrichtung für seine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung. Das zuständige Finanzamt berücksichtigte allerdings nur Aufwendungen in Höhe von 1.000 Euro pro Monat. Dagegen wandte sich der Kläger mit Einspruch und Klage und machte geltend, die Aufwendungen für die Einrichtung der Wohnung seien unbeschränkt abzugsfähig, da sie keine Unterkunftskosten darstellen.

Das Finanzgericht Düsseldorf folgte dieser Argumentation entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung und gewährte den unbeschränkten Abzug der Aufwendungen für die Einrichtung der Wohnung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Maßgebend für die Entscheidung des Finanzgerichts war, dass Kosten für die notwendige Wohnungseinrichtung im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung nicht zu den Unterkunftskosten gehören und dementsprechend nicht vom Höchstbetrag erfasst würden. Der Abzug sei daher unbegrenzt zuzulassen.

Die Revision zum BFH wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen.